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Hier findest du Impulse und Gedanken
zu Coaching, Supervision, Mediation
und zum Leben mit seinen Herausforderungen.
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und bring deine Sichtweise ein.
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Jänner 2026:
Mein Blick gilt dem Menschen
Erfahrungen, die mich als Mutter geprägt haben – und meine Haltung heute
Ein früher Start ins Leben verändert vieles.
Nicht nur für ein Kind, sondern für die gesamte Familie.
Dieser Text beschreibt einen persönlichen Weg – und zeigt, wie aus Erfahrung Klarheit, Haltung und ein anderer Blick auf Elternschaft entstanden sind.
Mein Weg als Mutter
Alles begann mit meiner Schwangerschaft, als ich 31 Jahre alt war. Die Vorfreude auf ein Kind war riesig und unbeschreiblich schön – der Gedanke, Mama zu werden. Aus meiner Familie war mir bereits die schmerzliche Erfahrung meiner Mama bekannt, ein Kind zu verlieren. Doch daran dachte ich nicht wirklich. Bei vielen anderen hatte es ja auch geklappt. Die ersten Untersuchungen waren unauffällig. Alles gut. Doch dann, …
Das Kind wächst zu wenig.
Der Magen ist nicht sichtbar.
Das Kind ist zu wenig versorgt.
Die ersten Ängste kamen auf. Dennoch glaubte ich daran, dass alles gut werden würde. Ich nahm Medikamente, damit das Kind besser versorgt wird. Doch irgendwann reichte auch das nicht mehr aus. Die Wehen setzten viel zu früh ein. Ich war damals in der 31. Schwangerschaftswoche.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie mir im Krankenhaus das Bettchen gezeigt wurde, in dem bald mein Baby liegen sollte. Die vielen Geräte. Das Piepen. Ein Unbehagen, das kaum in Worte zu fassen war. Die Angst wurde größer – die Angst, mein Kind zu verlieren, selbst mit offenem Bauch dazuliegen.
Plötzlich ging alles sehr schnell. Die Herztöne wurden schlechter. Pflegerinnen kamen, bereiteten mich in Windeseile auf den OP vor. Beim Notkaiserschnitt war ich nicht allein. Mein Mann war bei mir. Er stand wortwörtlich hinter mir. Es tat gut, nicht alleine zu sein. Das Warten auf das erste Weinen nicht alleine aushalten zu müssen. Diese Stille im OP-Saal.
Mein Sohn konnte selbstständig atmen. Ich durfte ihn ganz kurz sehen, bevor er medizinisch versorgt wurde.
Die Tage danach waren geprägt von dauerhafter Angst und gleichzeitig von unermesslichem Stolz. Stolz, Mama zu sein. Einen Sohn zu haben. Seinen Namen laut auszusprechen. Und zugleich Traurigkeit. Nur wenige Menschen gratulierten zur Geburt. Viele wussten vermutlich nicht, was sie sagen sollten. Gratulieren? Zum Überleben beglückwünschen? Bis heute weiß ich nicht genau, was ich damals gebraucht hätte.
Mein Sohn kämpfte weiter. Er wurde notintubiert, in ein anderes Krankenhaus verlegt – und gewann schließlich seinen Kampf.
Auch für uns als Eltern war der Weg nicht einfach. Wir gingen unterschiedlich mit der Situation um. Rückzug, Angriff, Erschöpfung – alles hatte seinen Platz. Doch wir schafften es gemeinsam. Vielleicht war Reden das Wichtigste.
Die Jahre danach waren geprägt von vielen Krankenständen, von Bronchitis, Lungenentzündungen und anderen Belastungen. Mein Sohn war – und ist – ein Kämpfer. Ein kleiner, der inzwischen groß geworden ist.
Lange suchte ich den Grund für seine Frühgeburt bei mir. Ich fragte mich, warum ich nicht in der Lage gewesen war, meinem Kind alles zu geben, was es gebraucht hätte.
Alles, was er heute kann, musste er sich hart erarbeiten. Laufen, Sprechen – vieles dauerte länger. Therapien waren notwendig. Vergleichende Fragen wie „Kann er das auch schon?“ haben mich gekränkt. Dieser permanente Blick auf eine vermeintliche Norm war schwer auszuhalten.
Unsere Gesellschaft orientiert sich stark an Normen. Doch Kinder folgen ihrem eigenen Tempo – besonders jene, die mit einem schwierigen Start ins Leben beginnen.
Mein Blick gilt meinem Kind als Menschen, nicht einer Diagnose oder einem Defizit.
Und doch bin ich immer wieder gezwungen, genau dorthin zu schauen: bei Anträgen, bei Behörden, bei der Einschulung. Immer dann, wenn es darum geht, für die Rechte meines Kindes einzustehen.
Was ich in ihm sehe, sind seine sozialen Fähigkeiten, sein Lachen, seine Lebensfreude, seine Empathie, sein liebevoller Umgang mit jüngeren Kindern. Seine Freude an den kleinen Dingen des Lebens. Daraus lässt sich viel lernen.
Ich habe viele Tränen im Stillen geweint. Nicht wegen meines Kindes, sondern wegen der Hürden, die er nehmen muss. Sein Lebensweg hätte leichter sein dürfen.
Heute sehe ich, dass es ihm gut geht. Er hat ein Umfeld aus Familie und Freunden, die ihn so nehmen, wie er ist. Darauf bin ich stolz.
Was diese Zeit mich gelehrt hat
Diese Zeit hat mir gezeigt, wie schnell Eltern beginnen, sich selbst infrage zu stellen, wenn der Weg ihres Kindes vom Erwarteten abweicht. Schuldfragen tauchen oft leise auf und bleiben lange – auch dann, wenn sie rational kaum greifbar sind.
Deutlich wurde, wie stark Vergleiche wirken. Was für andere selbstverständlich ist, wird plötzlich zum Maßstab, unabhängig davon, ob dieser zur eigenen Situation passt. Vergleiche erzeugen Druck, verunsichern und erschweren es, den eigenen Blick zu behalten.
Ich habe erlebt, dass Orientierung für Eltern oft entlastender ist als Zuspruch. Nicht das schnelle „Alles wird gut“, sondern Klarheit darüber, was gerade ist, schafft Halt. Entwicklung verläuft nicht linear, nicht planbar und nicht vergleichbar. Geduld ist dabei keine Eigenschaft, sondern etwas, das unter Bedingungen wächst, die selten ideal sind.
Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf Leistung grundlegend verändert. Nicht das Tempo ist entscheidend, sondern die Stimmigkeit des Weges.
Wofür ich heute stehe
Heute ist mir wichtig, Eltern nicht zu optimieren, sondern zu entlasten. Verantwortung zu tragen, Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig mit Unsicherheit zu leben, kostet Kraft. In vielen Situationen ist es notwendig, Position zu beziehen, Dinge einzufordern und auch unbequem zu sein – für das eigene Kind und für die eigenen Werte.
Zentral erscheint mir, dass Eltern ihren eigenen Maßstab entwickeln dürfen, jenseits äußerer Erwartungen und normativer Vorstellungen. Klarheit, Sprache und das gemeinsame Sortieren von Gedanken können helfen, wieder handlungsfähig zu werden – nicht perfekt, sondern stimmig.
Dafür stehe ich heute.
Als Mutter. Und als Mensch.
Aus Erfahrung entsteht Haltung.
Und Haltung braucht manchmal einen Raum.
Dezember 2025:
Zeit zurückzublicken – Haltung und Selbstfürsorge statt Vorsätze
Wie jedes Jahr kommt die Zeit, zurückzublicken auf das, was war. Ich nehme mir ganz bewusst Zeit, um darüber nachzudenken, was in diesem Jahr alles geschehen ist.
Oft fällt es uns leicht, das im Blick zu haben, was nicht so gut lief –
wo wir gestolpert sind, gezweifelt oder uns überfordert gefühlt haben.
Doch ich nehme mir ebenso bewusst Zeit, auch das Andere zu sehen.
Ich überlege:
Wofür bin ich dankbar?
Was hat mich reifen lassen?
Woran bin ich gewachsen?
Was hätte ich lieber nicht erleben müssen – und was hat mich dennoch geprägt?
Welche Schritte haben Mut gebraucht?
Welches Ziel habe ich erreicht?
Wo bin ich drangeblieben, obwohl es nicht immer leicht war?
Aber auch der Blick in die Zukunft darf Raum einnehmen.
Worauf freue ich mich?
Wovor habe ich vielleicht Angst?
Wo brauche ich Unterstützung – und wer könnte das sein?
Fragen über Fragen.
Für mich ist es wichtig, mir dafür ganz in Ruhe Zeit zu nehmen.
Bei einer Tasse warmen Tee oder einem guten Glas Wein,
bei mir auf dem Balkon, eingepackt in eine warme Decke.
Manchmal bleibe ich bei einem Gedanken hängen,
brauche etwas mehr Zeit, ihn zu sortieren,
und komme dann erst zum nächsten.
Ich spüre, wie wohltuend es ist, mir ganz bewusst die Zeit zu nehmen,
die ich dafür brauche – mal mehr, mal weniger.
Gerade in dieser Zeit des Jahres tauchen oft Vorsätze auf.
Mehr leisten. Besser werden. Anders sein.
Doch ich frage mich immer öfter, ob es wirklich neue Vorsätze braucht.
Vielleicht braucht es stattdessen etwas anderes.
Eine innere Haltung.
Eine Haltung, die freundlich mit sich selbst ist.
Eine Haltung, die anerkennt, was war – ohne es zu bewerten.
Und die offen bleibt für das, was kommen möchte.
Selbstfürsorge bedeutet für mich nicht, noch etwas „on top“ zu setzen.
Sondern wahrzunehmen, was ich brauche.
Meine Grenzen ernst zu nehmen.
Und mir zu erlauben, nicht alles sofort lösen oder wissen zu müssen.
Vielleicht reicht es, still zurückzublicken
und dem Kommenden behutsam zu begegnen.
Selbstfürsorge kann auch bedeuten, sich begleiten zu lassen.
Wenn du möchtest, biete ich dir einen geschützten Raum für ein Gespräch,
in dem Rückblick, Orientierung und das, was vor dir liegt, Platz haben darf.
Herzliche Grüße
Anja Natter-Feuerstein
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Oktober 2025:
Hinschauen statt Wegschauen – Erfahrungen aus 5 Jahren Frauenhausarbeit
Ich erinnere mich an einen Abend.
Es war kurz vor 17 Uhr, ein kalter Wintertag. Das Telefon klingelte. Am anderen Ende war eine Frau, die sich in einer akuten Notsituation meldete. Sie war mit ihren beiden kleinen Kindern unterwegs – das war der einzige Moment, in dem sie ungestört telefonieren konnte. Nach einem kurzen Abklärungsgespräch sagten wir ihr einen Platz bei uns im Frauenhaus zu.
Wenig später stand sie vor der Tür. Die Kinder waren völlig durchgefroren – ohne Handschuhe, in Halbschuhen, ohne Mütze. Ihre Haare waren nass, ihre Gesichter blass vor Kälte. Diese Szene hat sich tief in mein Gedächtnis eingebrannt.
Kinderperspektive: Häusliche Gewalt trifft immer auch Kinder
Häusliche Gewalt richtet sich nie nur gegen die Frau. Kinder sind immer mitbetroffen – direkt oder indirekt. Auch wenn sie „im Nebenzimmer“ sind, bekommen sie die Streitigkeiten, das Schreien oder Schläge mit. Oft intensiver, als die Mütter glauben.
Viele Kinder suchen die Schuld bei sich:
„Wenn ich nur brav bin …“
„Wenn ich schnell aufräume …“
„Wenn ich leise bin …“
Sie versuchen, alles richtig zu machen, um die Gewalt zu verhindern – und scheitern zwangsläufig, weil die Verantwortung nie bei ihnen liegt. Gewalt hinterlässt bei Kindern tiefe Spuren, selbst wenn sie selbst nicht geschlagen werden. Sie sind Zeug:innen, Mitbetroffene, manchmal auch Beschützer.
Beziehungen und Gewaltdynamik verstehen
In dieser Zeit habe ich gelernt, wie komplex Beziehungen sein können. Zwischen Zuneigung und Kontrolle, zwischen Angst und Hoffnung.
Gewaltbeziehungen entstehen selten plötzlich – sie wachsen aus Mustern, in denen Liebe, Schuld und Abhängigkeit ineinanderfließen.
Oft wechseln Phasen von Anspannung, Übergriffen und Entschuldigung einander ab. Dieses Auf und Ab hält viele Frauen in der Beziehung, weil Hoffnung und Angst gleichzeitig präsent sind.
Ich habe in dieser Arbeit gelernt, wie viel Mut es braucht, diese Dynamik zu durchbrechen – und dass Veränderung nur möglich ist, wenn Verantwortung dort benannt wird, wo sie hingehört.
Die Entscheidung zu gehen – zwischen Mut und Angst
In der Arbeit mit Frauen wurde immer wieder deutlich, was die Betroffenen einerseits erlebt, aber auch geleistet haben.
Mit der Entscheidung zu gehen, haben sie einen Teil ihres bisherigen Lebens zurückgelassen – vertraute Räume, Beziehungen, Erinnerungen.
Immer wieder war die Angst vor all dem Neuen so groß, dass eine Rückkehr zum Gefährder unausweichlich schien.
Angst, es alleine mit den Kindern nicht zu schaffen.
Angst vor finanzieller Unsicherheit, vor Einsamkeit, vor gesellschaftlicher Bewertung.
Und gleichzeitig oft eine tiefe emotionale Abhängigkeit, die sich über Jahre aufgebaut hatte.
Und mitten drin: die Kinder.
Kinder, die – genauso wie ihre Mütter – hin- und hergerissen sind.
Einerseits Angst vor der Gewalt haben, andererseits Angst, ihre Freunde, die Schule oder das gewohnte Umfeld zu verlieren.
Kinder, die hoffen, dass „es vielleicht doch wieder gut wird“ – und die doch längst wissen, dass vieles nicht mehr heilbar ist.
Gewaltspirale erkennen
Gewalt beginnt selten mit Schlägen. Oft fängt sie mit scheinbar harmlosen Fragen an:
„Wohin gehst du?“
„Mit wem triffst du dich?“
„Wann kommst du zurück?“
Sätze, die besorgt klingen – und doch erste Formen von Kontrolle sein können. Mit der Zeit verstärken sich Kontrolle und Druck. Aus Worten werden Einschränkungen, aus Einschränkungen Isolation, Drohungen, körperliche und sexualisierte Gewalt. In manchen Fällen endet diese Spirale tragisch – mit massiver Gewalt oder Tötungsdelikten.
Meine Sicht auf Menschen
Diese Jahre haben meine Haltung nachhaltig geprägt.
Ich habe gelernt, hinter das Verhalten zu schauen – zu sehen, was Angst, Scham und Überforderung mit Menschen machen können.
Und auch, welche Kraft darin liegt, Hilfe anzunehmen und sich auf Veränderung einzulassen.
Ich sehe heute Menschen nicht über ihre Geschichte, sondern in ihrer Fähigkeit, sich zu verändern.
Reflexion: Eine prägende Zeit
Die Jahre im Frauenhaus waren fachlich wie emotional intensiv. Immer wieder kam es zu Notaufnahmen, zu Situationen, die rasches, professionelles Handeln erforderten.
Eine ständige Herausforderung waren die räumlichen Kapazitäten: Oft waren alle Zimmer belegt, und wir als Team mussten kreative Lösungen finden. Teamsupervision und Fallsupervision waren in dieser Zeit unverzichtbar – um das Geschehene zu reflektieren, Belastendes zu teilen und handlungsfähig zu bleiben.
Ich habe in dieser Zeit selbst erlebt, wie Supervision wirken kann: Sie schafft Raum für Entlastung, neue Sichtweisen und Teamstärkung.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es immer wieder eine Herausforderung war, das Wissen auszuhalten – vor allem dann, wenn eine Frau in die alte Beziehung zurückkehrte und erneut Gewalt erlebte.
In solchen Momenten trifft das fachliche Wissen über Gewaltdynamik und Gewaltspirale auf die persönliche Beziehung zur Klientin.
Man weiß, was passieren kann – und doch bleibt die Hoffnung, dass es diesmal anders ausgeht.
Diese Spannung zwischen professioneller Einschätzung und emotionaler Verbundenheit gehört zu den schwierigsten Seiten dieser Arbeit.
Solche Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig Selbstfürsorge und Teamreflexion sind.
Supervision wurde für mich damals zu einem Ort, an dem Wissen, Emotion und Verantwortung zusammenfinden durften – ohne Bewertung, aber mit Klarheit.
Diese Erkenntnis prägt meine Arbeit bis heute.
Professionelle Haltung und Selbstreflexion
In der Arbeit mit Gewalt betroffenen Menschen braucht es mehr als Wissen.
Es braucht eine klare Haltung – und die Bereitschaft, sich selbst immer wieder zu hinterfragen.
Wo endet meine Verantwortung, wo beginnt die Selbstbestimmung der Klientin?
Wie halte ich Ohnmacht aus, ohne sie mit Aktivismus oder Rückzug zu überspielen?
Diese Fragen begleiten mich bis heute.
Ich bin überzeugt, dass professionelle Beziehung nur dann tragfähig bleibt, wenn sie von Respekt, Achtsamkeit und innerer Klarheit getragen wird.
Supervision hilft, diese Haltung zu pflegen – und den eigenen Handlungsspielraum bewusst zu gestalten.
Zivilcourage zeigen – aber mit Bedacht
Wenn du in deiner Nachbarschaft einen lauten Streit oder Hilferufe hörst, schau nicht weg. Manchmal reicht eine einfache, unauffällige Intervention, um eine Situation zu unterbrechen.
Zum Beispiel: Geh hin, klopfe an und bitte „um ein Ei“.
So zeigst du Präsenz, ohne zu eskalieren – und eröffnest der betroffenen Frau eine Möglichkeit, um Hilfe zu bitten.
Wichtig ist dabei: Achte auf deine eigene Sicherheit. Wenn du unsicher bist, zögere nicht, die Polizei zu verständigen. Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig.
Kennst du das Handzeichen für häusliche Gewalt?
Das „Signal for Help“ ermöglicht Betroffenen, still auf ihre Notlage aufmerksam zu machen:
-
Offene Hand nach vorne zeigen (wie beim Winken).
-
Den Daumen in die Handfläche legen.
-
Die Finger über den Daumen klappen.
Dieses Zeichen wurde weltweit verbreitet und kann in alltäglichen Situationen Leben retten.
Einladung zum Gespräch
Du arbeitest mit Menschen, die von Gewalt betroffen sind, und möchtest dein Handeln professionell reflektieren?
Supervision kann helfen, belastende Situationen zu verarbeiten, neue Perspektiven zu gewinnen und Teams zu stärken.
Hinschauen. Zuhören. Handeln.
Wenn du über dieses Thema ins Gespräch kommen oder deine Arbeit professionell reflektieren möchtest, begleite ich dich gerne in einem vertraulichen Rahmen.
Herzliche Grüße
Anja Natter-Feuerstein
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August 2025:
Meine ersten Schritte in der Sozialarbeit - Erfahrungen, die mich geprägt haben
Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte. Schon früh in meiner Arbeit habe ich gelernt, wie wichtig es ist, genau dafür Raum zu geben.
Heute möchte ich dir einen ersten Einblick in meine berufliche Vergangenheit geben. Ich durfte in verschiedenen Bereichen der Sozialarbeit tätig sein und habe dadurch einen vielfältigen Erfahrungsschatz gesammelt. Diese Erfahrungen haben mich geprägt und zu der gemacht, die ich heute bin.
Die ersten Schritte
Meine ersten Jahre als Sozialarbeiterin verbrachte ich in einer Suchtfachstelle. Mit gerade 23 Jahren durfte ich dort meine ersten Beratungen übernehmen. Ich weiß noch gut, wie aufgeregt ich war - und wie groß die Verantwortung sich anfühlte.
Zum Glück hatte ich eine erfahrene Kollegin am meiner Seite. Durch ihr ehrliches Feedback und gemeinsame Supervisionen konnte ich viel lernen und Schritt für Schritt sicherer werden.
Menschen und ihr Geschichten
In dieser Zeit begegnete ich vielen unterschiedlichen Menschen - jede und jeder mit der eigenen Geschichte, eigenen Hoffnungen und Herausforderungen. Mir wurde bewusst, wie wichtig es ist, den Blick systemisch zu weiten und das gesamte Umfeld miteinzubeziehen. Diese Haltung prägt meine Arbeit bis heute.
Sucht ist eine Erkrankung mit vielen Ursachen. Jeder Mensch braucht etwas anderes, um einen Schritt weitergehen zu können. Genau das herauszufinden, habe ich als meine Aufgabe gesehen - und es war immer wieder schön zu erleben, wie kleine Impulse große Veränderungen anstoßen können.
Was mich heute begleitet
Aus dieser Zeit habe ich drei Dinge mitgenommen, die heute noch Grundlage meiner Arbeit sind.
1. Zuhören und wahrnehmen, was ein Mensch wirklich braucht.
2. Den Blick fürs Ganze behalten, nicht nur für Offensichtliches.
3. Begleiten statt vorgeben, denn jeder Mensch hat sein eigenes Tempo und seinen eigenen Weg.
Einladung an dich
Vielleicht erkennst du dich in manchen Zeilen wieder. Vielleicht stehst du gerade selbst an einem Punkt, an dem du dir Begleitung wünschst.
Wenn ja, dann bin ich gerne für dich da. Gemeinsam können wir hinschauen, ordnen und neue Schritte entwickeln.
Melde dich gerne bei mir - ich freue mich auf dich!
Herzliche Grüße
Anja Natter-Feuerstein
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Juli 2025:
Wenn der Akku leer ist – mein Weg zurück zu neuer Energie
Kennst du dieses Gefühl?
Ich kann nicht mehr. Meine Kraft reicht nicht mehr. Ich habe keine Energie mehr. Alles ist mir zu viel.
Vielleicht hast auch du das schon erlebt.
Plötzlich war mein Akku leer
Vor etwa drei Jahren passierte es mir. Von heute auf morgen ging gar nichts mehr – mein Akku war auf null.
Ich dachte, ein paar Tage Ausruhen würden reichen. Doch ich musste lernen, dass es viel mehr brauchte: Geduld, Selbstfürsorge und den Mut, genauer hinzuschauen.
Energiequellen finden – Energiefresser erkennen
Ich begann, bewusst mit meiner Energie zu haushalten:
-
Welche Dinge geben mir Kraft?
-
Was entzieht mir Energie?
-
Will ich die Energiefresser so in meinem Leben lassen oder ändere ich etwas?
Diese Fragen waren nicht leicht zu beantworten. Aber sie halfen mir, Klarheit zu gewinnen.
Was mir damals half
Besonders wertvoll war für mich, eine Person an meiner Seite zu haben, die mir die richtigen Fragen stellte, ein offenes Ohr hatte und sich Zeit für mich nahm.
So konnte ich Schritt für Schritt wieder Kraft tanken und zu neuer Stärke finden.
Heute – drei Jahre später
Heute geht es mir sehr gut.
Ich kenne mich besser als zuvor, weiß, wie wichtig mein Energiehaushalt ist und achte darauf, meine Kraft bewusst einzusetzen.
3 Fragen für dich
Vielleicht helfen dir diese Fragen, wenn du gerade an deine Grenzen kommst:
-
Was gibt mir im Moment Energie – und wie kann ich mehr davon in meinen Alltag holen?
-
Was raubt mir Kraft – und kann ich diese Dinge reduzieren oder anders gestalten?
-
Wer könnte mich auf meinem Weg begleiten?
Meine Einladung an dich
Falls auch du in einer solchen Situation steckst, nicht weiterweißt, zu viel zu tun hast oder nie Nein sagen kannst – melde dich gerne bei mir.
In einem persönlichen Gespräch schauen wir gemeinsam, wie du wieder zu Kräften kommst.
Ich begleite dich gerne in diesem Prozess!
Wenn du willst, kannst du auch gerne deine Erfahrung mit uns teilen!
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